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Vorbereitungen für eine Wandertour

 

Die Vorbereitungen für eine Wandertour sind in Abhängigkeit von der Dauer der Tour, der Streckenführung sowie den Natur- und Wettergegebenheiten durchzuführen. Eine mehrtägige Wandertour erfordert andere Vorbereitungen als eine Tagestour und genauso ist eine Bergtour anders zu planen als eine Wanderung im Flachland.

Streckenplanung

Jede Wandertour, unabhängig von ihrer Dauer, sollte zuerst geografisch analysiert werden. Dabei sollte die Strecke auf einer Land- oder Wanderkarte nachvollzogen und ihr Schwierigkeitsgrad sowie ihre Länge den eigenen Ansprüchen und Fähigkeiten angepasst werden. Dabei sind auch die topografischen Eigenheiten zu beachten, denn oftmals erscheint ein Streckenabschnitt auf der Landkarte recht kurz, kann sich dann aber aufgrund der zu bewältigenden Höhenmeter enorm ausdehnen. Ein grober Zeitplan kann im Nachhinein aufgestellt werden, der auch Zeitpuffer für Ruhepausen und sonstige Verzögerungen enthalten sollte. Auf Wanderungen durch wildes Gelände ohne Beschilderung sollte auch ein Kompass oder ein modernes GPS-Gerät in Betracht gezogen werden um nicht die Orientierung zu verlieren.

Ausrüstung

Die Ausrüstung für die Wandertour sollte genau mit der Dauer der Tour, der Streckenführung sowie der möglichen Witterung abgestimmt werden. Je länger die Dauer der Tour, desto schwerer die langfristige genaue Wetterprognose und desto eher sollten alle Witterungseventualitäten in Betracht gezogen werden. Insbesondere die Kleidung sollte regen- und windabweisende Kleidungsstücke enthalten um nicht von plötzlichen Wetterumschwüngen überrascht zu werden. Wechselkleidung ist auch bei kurzen Touren angebracht. Spezielle Kleidung ist bei schwierigen Bergtouren notwendig, wenn die Möglichkeit einer Konfrontation mit extremen Wetterereignissen besteht.
Besonderen Wert sollte auch auf das passende Schuhwerk gelegt werden. Bequeme und feste Wanderschuhe sind ein Muss. Ergänzt werden sollte das Schuhwerk durch bequeme Socken, die leicht den Schweiß aufnehmen.
Spezielle Wachspräparate, mit denen die Füße eingerieben werden, können einer Blasenbildung vorbeugen.
Wichtig ist ebenfalls Sonnencreme, die vor Sonneneinstrahlung und den schädlichen UV-Strahlen schützt. Dies wird häufig bei Bergtouren unterschätzt, wo die Wirkung der Sonne um einiges stärker ist.
Für den Notfall sollte ein kleines Erste-Hilfe-Set mitgetragen werden, so dass eine Erstbehandlung von Verletzungen möglich ist. Auch das Handy hat schon viele Wanderer aus Nöten befreit. Für mehrtägige Wanderungen gibt es spezielle kleine Solar-Ladegeräte, die am Rucksack montiert werden können.
Wichtig kann auch weiteres Zubehör, wie Zelt, Kochset, Taschenlampe sein, je nachdem wie die Tour geplant ist.

Verpflegung

Nicht zu unterschätzen ist auch die Bedeutung der richtigen Verpflegung für unterwegs. Berücksichtigt werden sollten die Witterungsbedingungen, da der menschliche Körper bei Kälte wesentlich mehr Kalorien benötigt (zusätzlich zu der Extraenergie aufgrund der körperlichen Anstrengung) und insbesondere einen hohen Wasserbedarf aufweist. Kohlenhydratreiche Nahrung wie etwa Müsliriegel sind gute Snacks für Zwischendurch. Wasser sollte großzügig eingeplant werden, da bei starker Hitze und Anstrengung der Körper schnell bis zu 5 Liter Wasser am Tag benötigt.

Walkingschuhe sind keine Wanderschuhe – was ist der Unterschied?

 

Walkingschuhe

  • Der wichtigste Unterschied dieser beiden Schuharten liegt darin, dass sie für verschiedene Nutzungsformen hergestellt werden.
  • Walkingschuhe sind für die Ausübung einer Ausdauersportart gedacht und erfüllen somit andere Voraussetzungen als ein Wanderschuh, der für den Gebrauch im zum Teil auch extremen Gelände angefertigt wurde.
  • Sicher kann man seine Walkingschuhe auch für größere Spaziergänge benutzen, jedoch nicht für Wanderungen im Gebirge.
  • Auch bei den Walkingschuhen gibt es Modelle für unterschiedliches Gelände. Ein Schuh, der auf Waldboden oder matschigen Wegen getragen wird, sollte über ein stärkeres Profil verfügen. Während ein Modell, das hauptsächlich auf befestigten Wegen und Asphalt getragen wird, breiter und stärker gedämpft sein soll.
  • Grundsätzlich ist es aber wichtig, dass der Walkingschuh stabil und leicht ist. Er muss die Abrollbewegung des Fußes unterstützen und dafür sorgen, dass die Laufbewegung kontrolliert ausgeführt werden kann.
  • Beim Kauf muss also auf Körpergewicht, Gelände, Laufgewohnheit und Fußstellung geachtet werden, um keine gesundheitlichen Probleme durch die Ausübung des Sports hervorzurufen, da sonst Kniegelenke und Hüfte falsch beansprucht werden.
  • Der Wanderschuh muss allerdings noch mehr Kriterien erfüllen, um richtig eingesetzt zu werden. Natürlich kommt es hier auch auf das Gelände und den Einsatz an. Man benötigt für befestigte Wanderwege andere Wanderschuhe als für die hochalpine Wanderung in Geröll und Eis.
  • Er muss dem Fuß den nötigen Halt geben, damit dieser vor allem in schwierigem Gelände und auf langen Strecken entlastet wird, weshalb die Sohle ruhig etwas fester sein darf. Dies wirkt sich auch auf die Dämpfung aus, die härter ausfällt als im Walkingschuh, damit das Trittgefühl nicht schwammig ist und dadurch Unsicherheiten entstehen können.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt, der den Wander- vom Walkingschuh unterscheidet, ist der Knöchelhalt. Beim Wanderschuh muss der Halt des Knöchels gewährleistet sein aber trotzdem für Klettereinsätze genügend Bewegungsfreiheit liefern. Diesen Halt muss der Walkingschuh aufgrund seines Einsatzgebiets in weitaus geringerem Maß erfüllen.
  • Beim Kauf eines Wanderschuhs spielt neben den Gesichtspunkten, wie Gelände und Körpergewicht, auch die Erfahrung eine große Rolle. Je unsicherer man ist, desto stabiler sollte der Schuh in Sohle und Oberaufbau sein, damit größtmögliche Stabilität und geringstes Verletzungsrisiko gewährleistet sind.
  • Außerdem gibt es große Materialunterschiede, die danach ausgewählt werden sollten, wie und wo der Schuh eingesetzt werden soll. Für einfache Wanderungen und Tagestouren sind leichte Wanderschuhe aus Kunstfaser ausreichend, während für Bergwanderungen robustes Leder am sinnvollsten ist. Am flexibelsten ist allerdings ein Wanderschuh mit einer Kombination aus Leder und Kunstfasern, der großen Komfort und Stabilität bietet.
  • Der Walkingschuh besteht in der Regel aus Kunstfasern, damit er leicht ist und schnell trocknet.

Warum sind Wanderstiefel bei der Wanderausrüstung der wichtigste Gegenstand?

 

Wanderstiefel – das Non plus Ultra für eine erfolgreiche Wandertour!

Aktiv sein an der frischen Luft und das in gemeinschaftlicher Runde – an einer Wandertour über Stock und Stein erfreut sich Groß und Klein. Doch wer meint, zu solch einer Tour mit normalem Schuhwerk antreten zu können, der täuscht sich. Denn unpassende Schuhe und Stiefel können Blasen am Fuß, Schmerzen im Knie wie auch unangenehmen Muskelkater hervorrufen und den Wandertrip abrupt an der nächsten Bushaltestelle zu Ende gehen lassen.

Es sind in allererster Linie die Füße, die einen Wanderwege, Saumpfade und steinige Hänge hinauf und wieder hinab tragen. Kompass, Rucksack oder Trekkinghose sind natürlich wünschenswert und machen eine Tour weitaus komfortabler. Aber wer sich an steilen Hängen erprobt, über steiniges und wurzelreiches Gelände geht oder auch Feuchtgebiete durchquert, der weiß stabile, robuste, stoßabsorbierende und atmungsaktive Stiefel zu schätzen.

Ob Allround- oder Hiking-Schuhe, Wanderstiefel aus Leder oder Gore-Tex, leicht- oder schwergewichtig, die Auswahl der Outdoor-Ausstatter bietet jedem Lauftyp den passenden Schuh. Natürlich haben diese ihren Preis, dennoch verspricht der Kauf in Anbetracht des Nutzens und der langen Haltbarkeit der Schuhe eine sinnvolle Investition, gute Pflege vorausgesetzt.

Wurde die richtige Auswahl getroffen, sollten noch ein paar Tipps beherzigt werden, bevor es zum Wandern an die frische Luft geht:

Zunächst sollten die Schuhe zu Hause zwei bis drei Stunden eingelaufen werden. So können sie sich unter geringer Belastung besser anpassen. Falls doch wider Erwarten Druckstellen entstehen, die Schmerzen verursachen, sollten die Schuhe nochmals ersetzt werden.

Auch die Wahl der Socken ist bestimmend für das Wohlgefühl beim Wandern. Mit ihrer guten Passform, Atmungsaktivität und Rutschfestigkeit lassen Funktionsstrümpfe Blasen gar nicht erst entstehen. Das Einlegen einer individuellen Sohle hilft mach einem darüberhinaus, den Bewegungsablauf aus orthopädischer Sicht zu optimieren. Rücken-, Hüft- und Knieschmerzen können so vermieden werden.

Nach der Wanderung ist vor der Wanderung. Um das Laufvergnügen längerfristig zu erhalten, sollten die Schuhe nachträglich von Schmutz mit Wasser und einer Bürste befreit und trocken gestellt werden. Je nach Material noch imprägniert oder gewaxt kann der Wanderspaß erneut beginnen.